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Im Rahmen der Aktion Familienfasttag der kfb machte unsere Pfarre die Anliegen dieses Aktionstages, der am Freitag, 14. März, im Kalender steht, zum Inhalt des Sonntagsgottesdienstes am 1. Fastensonntag.

Anna und Viki stellten uns zu Beginn die Lebenssituation zweier junger Frauen aus Südindien vor, die unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie ausgebeutet werden:

Mein Name ist Rohini. Ich komme aus Südindien, aus dem Bundesstaat Tamil Nadu. Meine Familie ist sehr arm. Nur meine Mutter und mein Bruder verdienen als Tagelöhner ein wenig Geld. Als ich 16 wurde, bekam ich Arbeit in einer Baumwollspinnerei in der Nähe von Coimbatore, einem Zentrum der Textilindustrie. Im Vertrag wurden mir für 3 Jahre Arbeit 60 000 Rupien (d.s.770 Euro) versprochen. Damit wollte ich mir meine Mitgift erarbeiten, um bald heiraten zu können. Der Arbeitsalltag war allerdings hart: Wir wohnten direkt auf dem Gelände der Spinnerei, das wir nie selbstständig verlassen durften. Oft mussten wir 12 Stunden lang arbeiten, weil sie uns zu Überstunden zwangen. Ich kam mir vor wie in einem Gefängnis. Es gab kein freies Wochenende, von Urlaub ganz zu schweigen. Nachdem ich eineinhalb Jahre dort gearbeitet hatte, wurde die Fabrik vom Vorsteher des Distrikts (=Bezirks) wegen der Unmenschlichen Arbeitsbedingungen, über die ihm Kolleginnen von mir berichtet hatten, geschlossen. Trotzdem werde ich täglich an meine Arbeit erinnert, weil ich Kopfschmerzen und Atemprobleme habe.

Ich bin Chermakani. Meine Situation war ähnlich. Da mein Vater trank, konnte nur meine Mutter arbeiten, und zwar als Tagelöhnerin in der Landwirtschaft. Aber das Geld reichte kaum für unsere Familie. Wir waren daher froh, dass ich durch eine Vermittlerin in einer Baumwollspinnerei Arbeit fand. Wir wurden in der Spinnerei von den Aufsehern schlecht behandelt. Sie schlugen und beschimpften uns. Wenn wir uns bei der Arbeit verletzten, gab es keine medizinische Versorgung. Einmal wurde ich doch ins Spital gebracht. Aber ich musste alles selbst bezahlen, sogar noch die Reisekosten für den Aufpasser aus der Spinnerei. Die Arbeit wurde schließlich so unerträglich, dass mich meine Mutter zurückholte. Von dem Lohn, der mir und Rohini versprochen wurde, erhielten wir nicht einmal die Hälfte, weil sie Geld für die miserablen Mahlzeiten und Unterkünfte einbehalten haben. Jetzt wollen wir auch anderen Opfern helfen und haben uns der Organisation Vaan Muhil angeschlossen. Alle zwei Monate treffen wir uns, um gegen das Sumangali-Arbeitsmodell auf dem Land anzukämpfen.

Nach dem Gottesdienst luden die Damen des Pfarrgemeinderates zum Suppenessen in den Pfarrhof.

Der Reinerlös von 311,-- Euro dieser Aktion wird der kfb zur Unterstützung der Organisation Vaan Muhil sowie anderer Projekte, die die Verbesserung der Lebenssituation junger Frauen zum Ziel haben, überwiesen.

Danke für die Spenden!

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