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Als "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" bezeichneten die Österreichischen Bischöfe bei ihrer Frühjahrstagung den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren. "In Wahrhaftigkeit und Scham" müsse man die massive Verstrickung in die Ideologie des Krieges auch seitens der Kirchen und Religionsgemeinschaften eingestehen, heißt es in einer Erklärung der Bischofskonferenz. Aufgrund der "Taubheit und Ignoranz der damaligen kirchlichen und politischen Amtsträger" seien auch die Friedensinitiativen von Papst Benedikt XV. ab 1914 letztlich bei allen Kriegsparteien wirkungslos geblieben.

 

Als Wurzeln des Krieges bezeichneten die Bischöfe den zum "Religionsersatz" gewordenen Nationalismus, Hass, Verachtung und Arroganz gegenüber anderen Völkern sowie die Anmaßung absoluter Macht über Leben und Tod. Massive Gerechtigkeitsdefizite und Verstöße gegen die Menschenrechte bedrohten auch heute noch den Frieden. Gefahren seien etwa "die Versuchung der Macht und die Glorifizierung von Gewalt, verbunden mit der subtilen Manipulation möglichst vieler Menschen".

Der Friede beruhe hingegen auf Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe und Freiheit, wie schon Papst Johannes XXIII. in seiner Enzyklika "Pacem in Terris" betont habe. Überzeugt sei die Kirche, dass "Krieg kein Schicksal und auch kein Naturgesetz" sei, sondern immer eine "Niederlage für die Menschheit". Daran würden auch die vielen Kriegerdenkmäler erinnerten.

Am Tag vor dem Ausbruch Ersten Weltkrieges, am 27. Juli, laden die Bischöfe Pfarrgemeinden, kirchliche Gemeinschaften und Gruppen ein, an diesen Orten der Toten zu gedenken, "für den Frieden zu beten und darum, selbst Werkzeug des Friedens und der Versöhnung zu sein". Bereits am 18. Juni gedachten die Bischöfe bei ihrer Vollversammlung in Mariazell in einem Gottesdienst der Ereignisse vor 100 Jahren.

Wortlaut der Erklärung der Bischöfe: http://www.katholisch.at/site/home/aktuelles/article/107358.html

Quelle: www.katholisch.at

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