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Wir haben über die Kinderstube des großen Mausohres am Presbyteriumdachboden unserer Pfarrkirche schon einmal berichtet. Fledermäuse suchen Unterschlupf im Gotteshaus

Am Dienstag, 21.07.2015, nahmen Mag.a Katharina Bürger, Länderkoordinatorin für NÖ der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich (KFFÖ) mit einem Mitarbeiter und Mag. Karl Höbartner eine Ausflugszählung vor.

 Kurz vor 22:00 Uhr verließ die erste Fledermaus den Dachboden unserer Pfarrkirche. Bis zum Einbruch vollständiger Dunkelheit, bei der die Ausflugsbeobachtung eingestellt werden musste, verließen gezählte 1428 Individuen ihr Quartier und begaben sich auf die nächtliche Jagd. Es war eine faszinierende und spannende Beobachtung.

Das große Mausohr ernährt sich von am Waldboden lebenden, flugunfähigen, großen Lauf- und Mistkäfern, Hundertfüßern und Raupen. Der tägliche Nahrungsbedarf eines trächtigen Weibchens beträgt 12 g, eines säugenden Weibchens sogar 18 g. Pro Nacht verspeist ein Mausohr im Schnitt 70 große Laufkäfer mit einem Gewicht von 0,17 g (Quelle: Fledermäuse in den Kirchen des Burgenlandes, hg. BatLife Österreich, Kirchschlag 2013).

Mit so einer großen Zahl von Individuen hatte man nicht gerechnet, obwohl zu dieser Jahreszeit auch schon die Jungtiere flugfähig sind und beginnen ebenfalls ausfliegen. Unter normalen Bedingungen und normalem Futterangebot können in etwa 80% aller Weibchen erfolgreich ein Junges aufziehen.

Mitte August bis Mitte September werden sie ihr Sommerquartier in unserer Pfarrkirche verlassen und zum Paarungs- und Winterquartier in Höhlen oder Stollen aufbrechen. Die Paarung findet im Spätsommer oder Frühherbst statt. Die Zeit von Oktober bis März verbringen sie in tiefem Winterschlaf. Der Samen ruht während des Winterschlafes in den Geschlechtsorganen des Weibchens. Erst nachdem es das Winterquartier verlassen hat, setzt die Trächtigkeit ein.

Wir sind sehr froh über unsere Fledermauskolonie am Kirchendachboden, stellt ihre Anwesenheit unserem Ökosystem doch ein gutes Zeugnis aus. Wir werden mit der KFFÖ die Kolonie der Fledermäuse weiter beobachten und hoffen, dass sie auch im nächsten Jahr am Kirchendachboden Quartier bezieht.

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