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Dringlichkeit neuer pastoraler Wege

Der Zwischenbericht der Bischofssynode zur Familienpastoral wurde am 13. Oktober von Kardinal Peter Erdö aus Budapest vorgelegt. Der Bericht enthält keine Entscheidung zur Familienpastoral, Beobachter sprechen aber von einem „pastoralen Erdbeben“.

 

So wird in diesem Bericht zur Halbzeit der Synode die „Dringlichkeit neuer pastoraler Wege“ und eine neue Sensibilität in der Pastoral gefordert: die Kirche müsse den Problemen, dem Scheitern und der Brüchigkeit von Ehe und Familie Rechnung tragen. Es sei "nicht klug, nur an jeweils einzige Lösungen zu denken, oder sich von einer Logik des 'Alles oder Nichts' inspirieren zu lassen", heißt es im Bericht.

Das in 58 Kapitel unterteilte Dokument spricht offen die vielfältigen Formen des menschlichen Lebens an, mit der die Kirche sich heute befassen müsse: Ehen ohne Trauschein, Zusammenleben auf Probe, mit Alleinerziehenden, Geschiedenen und Witwen, mit Familien die durch Armut, Krieg oder Migration belastet sind. Etliche Synodale hätten zudem für eine Vereinfachung und Beschleunigung von Eheannullierungen in Verantwortung der einzelnen Ortsbischöfe plädiert.

Drei Absätze sind dann dem im Vorfeld breit diskutierten Thema der wiederverheirateten Geschiedenen gewidmet. Erdö nennt hier die beiden in der Synode aufscheinenden Grundlinien: Die einen wollen entschieden am bisherigen Kurs festhalten, der aus Lehrgründen einen Kommunionempfang für sie ablehnt, andere treten für mehr Offenheit ein. Dabei könne es freilich nicht um generelle Lösungen, sondern nur um Einzelfallregelungen gehen: Etwa um neues Unrecht und Leid zu vermeiden, wenn aus der zweiten Ehe neue Verpflichtungen entstanden sind. Einer eventuellen Zulassung zu den Sakramenten müsse auf jeden Fall ein Weg der Buße vorausgehen.

Auch zur Haltung gegenüber Homosexuellen enthält der Bericht überraschende Formulierungen. Es gebe bei homosexuellen Gemeinschaften "Fälle, in denen die gegenseitige Hilfe bis hin zum Opfer einen wertvollen Beitrag für das Leben der Partner darstellt". Zwar bekräftigt das Papier die katholische Position, dass solche Verbindungen nicht der Ehe von Mann und Frau gleichgestellt werden können. Die Kirche müsse sich aber dieser Menschen annehmen - freilich ohne von ihrer Lehre zu Ehe und Familie abzurücken.

In der zweistündigen Aussprache der Synodenteilnehmer hat es auch Kritik gegeben. 15 der 41 Wortmeldungen haben konkrete Punkte bemängelt oder Präzisierungen angemahnt. Das Dokument wird von einem der drei Synodenpräsidenten in allen Punkten als „sehr vorläufig“ bezeichnet.

 Quelle: Webseite http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/65289.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

Kirche bunt, St. Pöltner Kirchenzeitung, Nr. 42, Seite 3

 

Wir-sind-Kirche.de bietet eine ganz interessante Linkliste zu dieser Bischofsynode an: Linkliste

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