• Apfelbl-18-3.jpg
  • dreibild2 Kopie.jpg
  • ED17 Kopie.jpg
  • EJ17-3.jpg
  • EK17-3 Kopie.jpg
  • fruehl3bild Kopie.jpg
  • Fruehling-3-1 Kopie.jpg
  • Fruehling-3-2 Kopie.jpg
  • Ki-innen-3Bi.jpg
  • Kirche-Burg3.jpg
  • KKW17-3.jpg
  • PfAusf17-3.jpg

Auf einer Anhöhe innerhalb des pfarrlichen Friedhofes, umgeben von einer teilweise mittelalterlichen Umfassungsmauer, steht die Pfarrkirche zur hl. Margaretha. Das Langhaus der Kirche ist im Kern spätmittelalterlich und wurde 1757-62 erhöht. Zwischen zweigeschossigen Strebepfeilern befinden sich barocke Rundbogenfenster mit schmiedeeisernen Klostermaschengittern.

Kirche innenDer Chor ist spätgotisch mit 5/8-Schluss und weist zwischen zweifach abgestuften Strebepfeilern drei zweiteilige und ein dreiteiliges spitzbogiges spätgotisches Fenster auf. Beidseitig des Chores finden sich spätgotische Anbauten (Sakristei und Marienkapelle). Der Turm ist viergeschossig, besitzt eine Glockenhaube und stammt vermutlich im Kern ebenfalls aus der Spätgotik. Das Langhaus ist ein annähernd quadratischer Saalraum, der ursprünglich dreischiffig ausgeführt war und im 3. Viertel des 18.Jh. umgebaut wurde. Die Orgelempore ruht auf gusseisernen Säulen und  stammt aus dem Jahr 1852. Langhaus und Chorraum verbindet ein spitzbogiger, schräg verlaufender Triumphbogen. Der Chorraum selbst ist dreijochig mit Netzrippengewölbe auf Diensten und wappenschildförmigen Schlusssteinen.

HochaltarSeitenaltar Johannes NepomukDer Hochaltar ist ein mächtiger Barockaltar mit Säulenaufbau und gemauerter, sakophargartiger Mensa sowie Opfergangsportalen. Das Altarbild (Ölgemälde) stellt die hl. Margaretha dar und trägt die Bezeichnung: „F. X. Gürtler, 1775“. Flankiert wird dieses Bild von zwei vergoldeten Holzstatuen (Hl. Augustinus und ein weiterer Bischof ? - es könnte sich auch um den hl. Benedikt (im Chorgewand) handeln, dessen Bild sich auch auf einer Kirchenfahne der Pfarrkirche befindet).

Am rechten Seitenaltar (aus dem 3. Viertel des 18. Jh.) wird die Verklärung des hl. Johannes Nepomuk dargestellt (1. Hälfte des 19. Jh.), flankiert von den Statuen des hl. Judas Thaddäus und des sel. Petrus Pectinarius. Auf dem Altar steht eine von Annelise Gottschald gemalte Marienikone mit Kind in einem aufwendigen barocken Rahmen aus der 2. Hälfte des 18. Jh.

Der Altar in der Marienkapelle (jetzt auch Taufkapelle) stammt aus dem Jahre 1904.

Den Kirchenraum ziert eine hübsche klassizistische Kanzel aus dem Jahr 1786 mit der Darstellung des Guten Hirten am Korbrelief.

Im Zuge der Innenrestaurierung der Pfarrkirche wurden die Kreuzwegbilder sowie die Leinwandbilder von Martin Johann Schmidt („Taufe Christi“ und „Heimkehr des verlorenen Sohnes“) und das Ölgemälde „Hl. Michael“ mit Hilfe des Bundesdenkmalamtes restauriert.

Im mittleren Feld der rechten Chorwand wurde ein in den 40iger oder 50iger Jahren (?) des 20. Jh. unsachgemäß freigelegtes Fresko im Rahmen der Innenrestaurierung überarbeitet und weiter freigelegt. Das Fresko ist eine Stiftung des Kaspar von Lindegg. Er war Pfleger in Groß-Pöchlarn und Besitzer bzw. Bestandsinhaber der Herrschaft Weissenberg und der Märkte Weiten und Marbach a. d. Donau sowie Bestandsinhaber der Herrschaft Brandhof-Niederranna. Die Datierung des Freskos ist auf ca. 1565 festzusetzen. Es zeigt die Heiligen drei Könige bei der Anbetung des Kindes. Der kniende König mit langem Kinnbart und Glatze lässt sich mit ziemlicher Sicherheit als Portrait des Stifters lesen, wenn man die Darstellung mit der auf seinem Weitener Epitaph (Pfarrkirche Weiten) vergleicht. Die im Fresko links oben dargestellte Architekturkulisse zeigt möglicherweise das alte Schloss Brandhof vor dem barocken Umbau unter Abt Gottfried Bessel. Das rechts davon dargestellte Kirchengebäude wäre dann wohl als die Pfarrkirche zu interpretieren. Dieses Fresko ist somit ein für diesen Zeitraum seltenes Beispiel für Wandmalereien religiösen Inhalts in Niederösterreich.

Literatur:
Siehe unter „Historisches“
Bezüglich des Freskos: Aeternae Memoriae Sacrum, Waldviertler Grabdenkmäler des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit, ungedruckte Institutsarbeit am Institut für österreichische Geschichtsforschung, vorgelegt von Mag. Andreas Hermenegild Zajic, Wien 2001.

Joomla templates by a4joomla